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(33) Marx und Aristoteles

1. Dimensionen des Geldes: Vermehrbarkeit, Wählenkönnen

1 Wir beginnen nun die Frage zu erörtern, ob eine Andere Gesellschaft, die nicht mehr kapitalistisch wäre, aus diesem Grund auch keinen Markt, keine Waren, kein Geld mehr dulden dürfte, außer vielleicht in der Übergangszeit ihrer Entstehung, wo sie noch mit „Muttermalen“ der alten Gesellschaft geschlagen wäre. Zugespitzt ist das die Frage, ob wenn eine Ökonomie sich entscheidend über Geld vermittelt, sie dann auch notwendigerweise kapitalistisch ist oder werden wird, sei’s erstmals oder von Neuem. […]

(34) Eine Tautologie

1. Dimensionen des Geldes: Vermehrbarkeit, Wählenkönnen

1 Wir sind dabei, Marx‘ Argumentation hinsichtlich des Geldes zu prüfen: ob es per se schon die Tendenz hat, Kapital zu werden, oder ob man sich eine Geldökonomie vorstellen könnte, die keine Kapitalökonomie wäre. Wie wir sahen, schien die Darstellung in Das Kapital, Erster Band, Marx‘ Annahme zu offenbaren, dass jene Tendenz im pur quantitativen Charakter des Geldes liege: Es sei, wenn quantitativ, dann vermehrbar, und wenn vermehrbar, dann zur Vermehrung treibend. „Zur Vermehrung treibend“ […]

(35) Medium der Möglichkeit

1. Dimensionen des Geldes: Vermehrbarkeit, Wählenkönnen

1 Die beiden letzten Notizen haben eine Argumentationslücke in der Marxschen Geldtheorie gezeigt, nämlich dass er der puren Quantität des Geldes die Fähigkeit zuschreibt, den Geldhaber zur unendlichen Geldmehrung zu stimulieren, dazu also, Kapitalist zu werden. Dies erschien uns als fetischistisches Denken, in dem die Frage, weshalb unendliche Geldvermehrung erst in der Neuzeit zur ökonomischen Basis der Gesellschaften wurde, völlig unbeantwortet bleibt. Eine alternative Erklärung habe ich in vielen vorausgegangenen Notizen anzubahnen versucht: Unendliche Geldvermehrung […]

(36) Rational choice

1. Dimensionen des Geldes: Vermehrbarkeit, Wählenkönnen

1 Auf zwei miteinander korrespondierenden Wegen waren wir in der letzten Notiz auf das Stichwort Rational choice gestoßen: Zum einen schien uns der Unterschied von „Geld als Kapital“ und „Geld als Geld“ einer von Rationalitäten zu sein. Stellen sich kapitalistische Ware-Geld-Beziehungen als gleichungsmathematische dar – schon bei Marx ist „x Ware A = y Ware B“ der Elementartausch, wobei B die Geldware -, so verhalten sich Ware und Geld als solche, wenn man vom Kapitalismus […]